Be careful what you wish for

So habe ich noch nie gefühlt. Er ist es. Ich will ihn heiraten. Ich will mit ihm bei IKEA einen riesigen Esstisch kaufen. Er hat die nötige Ruhe, um der Vater meiner Kinder zu sein. Er merkt sich, was ich sage und was ich mag. Er bringt mich zum Lachen, jeden Tag. Er könnte mich vielleicht kennen.

Auf einmal macht alles Sinn. Ich verstehe, warum ich all die Jahre warten musste. Ich bin versöhnt mit all den Qualen, Enttäuschungen, Frustrationen, Ungewissheiten, den leeren Weinflaschen, den vollen Aschenbechern.

Nun muss ich nur noch lernen zu atmen. Ein und aus. Als sei nichts passiert. Nur das nicht vergessen, dann wird es irgendwie weitergehen. Wer atmet sieht meist den nächsten Tag.

Denn er ist nicht frei, und es ist wahrscheinlich, dass der verdammte Kalender, die verdammte tickende Uhr, der verdammte verdammte Sand alles zudecken, blockieren, verschwinden lassen wird.

Und dann beginnt alles von Neuem. Das Suchen. Das Nichtwissenwer. Nur diesmal wird es anders sein. Das Wissen darum, wie es sein kann, wie es sich anfühlen kann, das kann ich nicht mehr loswerden. Dass es ihn gibt, trotz allem.

Und dieses Gefühl wird mir den Versuch, mich einfach bloß zufrieden zu geben, unfassbar schwer machen.

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About juliamaja

With 28 I did the first non-linear thing in my life. After school, university and work without any interruptions, I quit my advertising job and moved to Lisbon to find out what I want. The result: I write for a living, whether in Berlin or Lisbon. I am happy. Let's see how it goes.
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